Der Professor musste heute miterleben, wie sein Touristenhotel mitsamt seiner Habe gesprengt wurde. Wie sich später herausstellte, wurde das Hotel von dem Ölkonzern BP aufgekauft und stattdessen an Ort und Stelle eine baufertige Tankstelle hingesetzt. Dazu ein Kommentar vom BP-Vorstand:

„Das Öl im Golf von Mexiko gehört BP. Wir haben es gefördert. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, Transport und Logistik-Kosten zu sparen indem wir das Öl direkt aus dem Meer in unsere Zapfsäulen pumpen. Kunden unserer neuen Strand-Tankstellen erhalten besonders viele BP-Treuepunkte. Die Einnahmen fließen direkt in den Bau weiterer Strand-Tankstellen um das Öl noch effizienter abzupumpen“.

Tankstelle von BP in der Karibik

4 Kommentare zu “BP mit neuem Geschäftsmodell

  1. Schockierende Entwicklung für Pauschalreisende.
    Könnte man meinen….aber welcher Pauschaltourist fährt schon dieses Jahr an den Golf?
    Sie, Herr Professor, sind doch nur in diese Situation gekommen, weil sie mit Ihrer aus Sturheit herrührenden Beharrlichkeit seit 20 Jahren immer im selben Hotel Ihre Sommerfrische suchen!
    So schließt sich denn auch die -gewagte- Frage an, ob hier nicht eher der Neid Vater des Gedanken war? Konnte der geschätzte Professor es womöglich nicht verwinden, dass BP ihn mit seiner Idee ausgestochen hat, mithilfe des selbstentwickelten Öl-Destillators das Golf-Öl direkt in die Olivenölbassins der Salatbars anliegender Strandhotels zu pumpen?
    So muss man sich wohl auch Herrn Prof. Dr. Spindelhirns Blogg vorsichtig mit der Frage nähern ‚Cui bono?‘!

  2. Verehrter Dr.Heiermann

    Der Pauschaltourismus ist tot. Man spricht neuerdings vielmehr von dem Tank-Tourismus. So wie deutsche Staatsbürger zum tanken nach Holland oder Österreich fahren, so fahren nun die U.S. Bürger an die Karibik.

    Von Neid kann übrigens keine Rede sein. Ich stehe im freundschaftlichen Kontakt mit dem BP Vorstand und eine Einigung zum Verkauf der Patent-Rechte des Öl-Destillators an BP ist nicht ausgeschlossen.

  3. Lieber Herr Professor!

    Zunächst möchte ich anmerken, dass die Niederlande recht ungeeignet sind als Ziel des Tanktourismus‘: die dortigen Spritpreise dürften eher zu einer Minderung der Urlaubsfreuden führen. Wahrscheinlich meinten Sie Luxemburg.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei den Verhandlungen mit BP!

    Eine Frage treibt mich jedoch noch um: In der gestrigen Anhörung vor dem US-Kongress hat CEO Tony Hayward mitgeteilt, dass unter dem Bohrloch noch rund 7 Milliarden Liter Öl lagern. Wandelt man dies nun in eine entsprechende Menge Olivenöl um und geht gleichzeitig davon aus, dass ein gemischter Salatteller für eine Person 50 ml Öl im Dressing hat, so kann man mit dem umgewandelten Öl 1,4*10hoch11 Salatteller zu bereiten. Bei einer Weltbevölkerung von 6,9 Milliarden Menschen ergibt dies pro Person 20,3 Salatteller, die zu verzehren sind.
    Haben Sie schon einen Plan, wie Sie diese vor allem auch logistische Großtat bewältigen wollen?

    Gruß

    Dr. Heiermann

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