Judas Spindelhirn wurde als Sohn einer tipetischen Ziegenhirtin und eines deutschen Seefahrers, der vom Kurs abgekommen war, im himalayischen Hochgebirge geboren. Sein Vater, Otto Spindelhirn hatte sich zu einem energischen Gegner des Christentums entwickelt, nachdem sein Vetter Wilhelm Spindelhirn während einer Osterzeremonie versehentlich ans Kreuz genagelt und vergessen wurde und dort elendig verstarb. Als Zeichen seiner Ablehnung für alles Christliche, fiel der Name für seinen ersten Sohn ungewöhnlich aus. Insbesondere wenn man bedenkt, dass es letztlich Judas war, der Jesus ans Kreuz brachte.

Einige Monate nach der Geburt des kleinen Judas, fand Otto Spindelhirn sein Schiff wieder und setzte sich ab. Vor lauter Zorn und Trauer warf die Ziegenhirtin den kleinen Judas in den nächsten Gebirgsfluss. So lernte Judas Spindelhirn schon im frühen Kleinkindalter das harte Überleben in der Wildnis. Er wurde von einer Schneeleopardin für einen Lachs gehalten und wäre beinahe verspeist worden. Allerdings wurde sich die Schneeleopardin rechtzeitig ihres Irrtums bewusst, irrte sich aber erneut, indem sie das bleiche, halberfrorene Baby für eines ihrer Kinder hielt und in die Familie aufnahm.

Judas verlebte eine glückliche Kindheit unter den Leoparden, bis eines Tages die Leopardin erschossen und zu einer Pelzmütze verarbeitet wurde. Der unglückliche Judas wurde von dem chinesischen Mützenmacher gefunden und adopiert. Es wollte sich allerdings nie ein vertrautes Verhältnis entwickeln. Der chinesische Mützenmacher war von dem Leopardenfell so begeistert, dass er es fortan auf seinem Kopf trug. Der kleine Judas musste nun täglich mit ansehen, wie seine erste Ersatzmutter auf dem Kopf des fetten Chinesen durch die Gegend getragen wurde.

(Weitere Details aus Judas Spindelhirns Leben folgen in Kürze)